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Das simpelste Steuermodell der Welt

Wohnsitzverlagerung in Non-EU- und Niedrigsteuerländer

Wie bekannt, kann eine natürliche Person durchaus durch die Verlagerung des Wohnsitzes ins Ausland der heimatlichen „unbeschränkten Steuerpflicht“ entgehen. Sie unterliegt folgend nur noch der beschränkten Steuerpflicht, was bedeutet, dass nur noch Einkünfte mit besonderem Inlandsbezug von der Besteuerung erfasst werden. Darunter fallen beispielsweise Mieten aus inländischen Immobilieneigentum und Gewinne aus inländischen Betrieben.

Um die Motivation einer Wohnsitzverlagerung steuerpflichtiger natürliche Person etwas einzugrenzen, wurde die erweiterte beschränkte Steuerpflicht ins Leben gerufen. Jedoch müssen nach deutschem Recht bestimmte Voraussetzungen kumulativ dazu erfüllt werden:

Die Wohnsitzverlagerung erfolgt in ein Staatsgebiet mit niedriger Besteuerung. Bedeutet, es handelt sich hierbei um ein Land, welches deutlich niedrigere Einkommenssteuern erhebt, als dies in Deutschland der Fall ist. Definition nach dem Außensteuergesetz der BRD: „Ein Niedrigsteuerland ist ein Land dann, wenn die Belastung durch die dort erhobene Einkommensteuer bei einer dort ansässigen unverheirateten natürlichen Person, die ein steuerpflichtiges Jahreseinkommen von !!!77.000 Euro bezieht, um mehr als ein Drittel niedriger als in Deutschland ist (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 AStG) oder aufgrund einer gegenüber der dort allgemeinen Besteuerung eingeräumten Vorzugsbesteuerung erheblich gemindert ist und der Steuerpflichtige nicht nachweisen kann, dass seine dortige Einkommensteuer nicht mindestens zwei Drittel der entsprechenden deutschen Einkommensbesteuerung beträgt (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 AStG)“.

Vor dem Wegzug des Steuerpflichtigen, muss dieser in den letzten zehn Jahren zumindest fünf Jahre als deutscher Staatsangehöriger unbeschränkt steuerpflichtig gewesen sein.

Wesentliche wirtschaftliche Interessen werden durch den Steuerpflichtigen auch nach Wegzug weiterhin im Inland verfolgt.

Nur wenn diese Voraussetzungen der erweiterten beschränkten Steuerpflicht erfüllt werden, unterliegt der Steuerpflichtige für weitere zehn Jahre der beschränkten Steuerpflicht, sofern dies nicht durch ein DBA ausgeschlossen ist.

Es ist also in der Regel kein Hexenwerk, sondern lediglich der Gegenstand einer ordentlichen steuerlichen Beratung, die Brücken endgültig kappen.

Hinweis: Unternehmer und Inhaber von Unternehmensbeteiligungen sollten sich insbesondere hinsichtlich §6 AStG informieren. Ein versierter Steuerberater wird Sie gern darüber informieren, ob auf Grund des genannten Paragraphen gegebenenfalls Handlungsbedarf besteht.

Der Feste Wohnsitz und der gewöhnliche Aufenthaltsort

Noch immer ein gedankliches Hemmnis und weit verbreiteter Irrtum ist der „183-Tage-Grundsatz“. Und dies gilt im Positiven, wie auch im Negativen.

Einem Irrtum unterliegt beispielsweise ein Steuerpflichtiger, der seinen Wohnsitz in Deutschland abmeldet, sich weniger als 183 Tage in der alten Heimat aufhält und nun der Meinung ist, er wäre den deutschen Finanzbehörden entkommen. Denn so einfach ist es nun doch nicht, denn es kommt nicht allein auf die Anzahl der Tage an, sondern auch auf die folgenden Aspekte:

Die Abgabenordnung in Deutschland sieht unter Paragraph 9 vor: „Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er sich an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend aufhält.“

Ehepaar Maier, ein Beispiel aus der Praxis

Lassen Sie uns diesen Punkt etwas eingehender betrachten und die Frage stellen, wann man von einem Wohnsitz sprechen kann und in welchem Fall der gewöhnliche Aufenthaltsort angenommen wird:

Ehepaar Meier besitzt eine selbstgenutzte Immobilie in Essen, aber haben sich in Deutschland amtlich abgemeldet und sind somit offiziell ins Ausland verzogen. Die Immobilie in Essen steht ununterbrochen leer und wird durch das Ehepaar Meiner nicht genutzt.

Ist das Ehepaar Meier in Deutschland nun weiterhin steuerpflichtig?

Ja! Denn das Gesetz besagt, dass der Wohnsitz dort liegt, wo die natürliche Person gemeldet ist oder eine selbstgenutzte Immobilie, auch Mietwohnung besitzt, oder sich im Lande überwiegend aufhält, folglich mindestens 183 Tage pro Jahr.

Was kann das Ehepaar Meier tun, um der Steuerpflicht in Deutschland zu entkommen?

Die Meiers sollten Ihre Immobilie entweder dauerhaft an fremde Dritte vermieten bzw. verkaufen oder, sollte es sich hierbei um ein Mietobjekt handeln, die Immobilie umgehend mit Verzug ins Ausland aufgeben, sprich den Mietvertrag kündigen.

Der Fall Becker


Es gibt gute und es gibt eher ungeeignete Steuerberater für ein solches Vorhaben. Wie man den Wegzug richtig in den Sand setzt, zeigte uns das Beispiel des Boris Becker.

Herrn Beckers Problem waren dabei übrigens nicht die Anzahl der Tage in Deutschland und auch nicht das Elternhaus, sondern eine Wohnung in München, die zwar von Herrn Beckers Schwester angemietet war, Herr Becker jedoch noch Schlüssel zu dieser besaß und dort, wenn er in Deutschland war, angeblich noch „wohnte“. Es spielte für die Richter der 4. Strafkammer der LG München I übrigens dabei keine Rolle, wie selten Herr Becker „seine“ Wohnung tatsächlich nutzte. Unglaublich! Aber wahr!

Sie können anhand dieses Beispiels sicherlich nun nachvollziehen, warum eine gute und eingehende Beratung unbedingt erforderlich ist.

Wohnsitz ins Ausland verlagern, so funktioniert es richtig

Das es auch reibungslos funktionieren kann, sehen wir am Beispiel des Rennfahrers Schumacher, welcher seinen Wohnsitz seit Jahren in der Schweiz unterhält. Und immer mehr Deutsche folgend seinem Beispiel und partizipieren somit von Steuereinsparungen durch das einfachste Steuermodell der Welt.

So werden aus 200.000,00 Euro Brutto – 200.000,00 Euro Netto

Gut gedacht und schlecht gemacht, dies sollte nicht der Ansatz sein, unter welchem Sie Ihre Wohnsitzverlagerung vornehmen. Der Fiskus lässt nur ungern seine Schäfchen ziehen und unzählige Gesetze, Verordnungen und Urteile machen dies sehr deutlich. Und doch, Spezialisten mit jahrzehntelanger Erfahrung auf exakt diesem Gebiet können dafür Sorge tragen, dass Sie Ihr Vorhaben ohne Gefahren, Stress und Stolpersteine in die Tat umsetzen. Zögern Sie daher nicht, wenn es um die Inanspruchnahme von Hilfestellungen und Gutem Rat geht. Lassen Sie uns darüber jetzt sprechen!

Österreich, Schweiz und EU-Wirtschaftsraum

Dieser Beitrag orientierte sich überwiegend am überaus komplexen Steuer- und Abgabenrecht und der aktuellen Rechtsprechung der Bundesrepublik Deutschland. Wir möchten Ihnen, dem Leser, somit ein Szenario darstellen, welches in seiner Komplexität weltweit nahezu unerreicht ist. Selbstverständlich können und möchten wir Sie gern auch beraten, wenn Sie aus anderen Teilen Europas stammen. Wir stehen Ihnen mit großem Engagement zur Verfügung.

Was kann ein Steuerberater oder auch Rechtsanwalt konkret für mich tun?

Es gibt eine unendliche Vielzahl unterschiedlichster Fallbeispiele, individueller Ausgangssituationen und Zielsetzungen. Aus diesem Grunde können unsere Darstellungen generell nur ein kleinen Ausschnitt aufzeigen, welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten und wie Chancen vollständig genutzt werden können. Es geht eben nichts über ein eingehendes Gespräch, eine Situationsanalyse und eine fachgerechte und umsichtige Planung.

Wir sind für Sie da, lassen Sie uns jetzt über Ihr persönliches Vorhaben sprechen.